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Brigitte Schlaud

Brigitte Schlaud erhielt schon im Alter von 10 Jahren ihren ersten Gesangsunterricht bei Prof. Hanna Peuckert in Wiesbaden.
Es folgte ein intensives Studium im Hauptfach Gesang und den Nebenfächern Klavier, Theorie und Musikgeschichte am Wiesbadener Konservatorium sowie die Teilnahme an einem Gesangskurs der Sommerakademie des Mozarteums in Salzburg bei Kammersängerin Christa Ludwig.
Bei Lieder- und Opernabenden, sowie bei Chor- und Kirchenkonzerten im In- und Ausland singt sie als Solistin. Ihr Repertoire reicht über Arien und Lieder von Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann, Brahms etc. bis zu Operette und Musical.
In der im März 1992 gegründeten Waldemser Musikschule ist sie gemeinsam mit ihrem Gatten als deren Leiterin tätig und unterrichtet dort die Fächer Sologesang und musikalische Früherziehung.
Außer bei unserem Frauenchor der Germania, den sie seit 1977 mit großem Erfolg dirigiert, ist sie noch bei zwei weiteren Frauenchören DIE FRAU DIE DEN TON ANGIBT
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Frankfurter Rundschau 11. Juli 2007
Musik im Blut
Sindlingen Brigitte und Hans Schlaud dirigieren acht Chöre und hören trotzdem aufeinander
VON ALEKSANDRA WENGLORZ
Brust raus, Bauch rein, aufrechte Haltung. Anmutig schwingen die Arme im Takt der Worte. Intuitiv natürlich. Das Dirigieren haben Brigitte und Hans Schlaud längst im Blut. Auch wenn sie nur darüber sprechen.
Rund 30 Jahre ist es nun her, dass Brigitte Schlaud, die schon im zarten Alter von zehn Jahren mit dem Singen begann, vor dem Spiegel stand und die Armbewegung übte. "Toll", muss ihr Mann später bei diesem Anblick gedacht haben. "Sie war ein Naturtalent", sagt er. Er hatte Chor- und Orchesterdirigenz studiert und war damals schon zehn Jahre lang Leiter des Germania Männerchors in Sindlingen. Jenem Chor, aus dem die Stimme ertönte, dass Germania noch um einen Frauenchor erweitert werden sollte.
Diesen zu leiten sagte Frau Schlaud sofort zu. Eigentlich war sie durch ihr Studium Solistin geworden, deren Repertoire von Arien und Stücken von Mozart, Beethoven und Schubert bis hin zu Operetten und Musicals reicht. Doch ein Bezug zum Chor bestand schon früh. Ihre Eltern hatten ein Wirtshaus. Darin probte der Germania-Männerchor. Dessen Leiter war ihr heutiger Mann.
Von ihm, sagt sie, habe sie dann gelernt, wie das mit dem Dirigieren funktioniere. "Die Sänger müssen mit Herz und Seele bei der Sache sein", sagt die 61-Jährige. Dazu müssten sie die Texte verstehen. Selbst auf Russisch, Schwedisch und Latein müssen sie sich in die Lieder hineinfühlen. Das zu vermitteln sei die Aufgabe eines Dirigenten. "Den Erfolg bekommt man dann von einem begeisterten Publikum zurück", ergänzt ihr Mann. Das Schöne sei für einen Dirigenten aber auch, dem einheitlichen Klang eines großen Chors zu lauschen, sagt Hans Schlaud mit glänzenden Augen. Die Leidenschaft für ihren Beruf verbindet sie noch heute, nach 40 Jahren Ehe. Gemeinsam gründeten sie 1992 eine Musikschule in ihrem Wohnort Waldems, obwohl sie drei Chöre leitet und er fünf, beizeiten sogar zehn. Und sie schaffen es, sich zu ergänzen. Er arrangiert, weil es an Literatur für Frauenchöre mangelt, Solistenstücke für mehrere Stimmen.
"Wir können aber auch sehr kritisch zueinander sein. Wir schweigen nicht, wenn etwas schlecht ist", sagt sie. "Das Gute dabei ist, dass wir auch danach noch Freunde sind", fügt der 62-Jährige hinzu.
Bei Schlauds kommt es schon öfter zu Diskussionen über Chöre. Vielleicht hatte das die Kinder, die inzwischen aus dem Haus sind, zu ihrem Werdegang animiert.
So ist der Sohn (36) nun Leiter eines Männerchors, die Tochter (30), examinierte Opernsängerin, Dirigentin eines Männer- und eines Frauenchors. Chorleitung liegt bei Familie Schlaud ganz offensichtlich im Blut.
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